Perform2Balance Blog · Simracing

Mein Simracing-Tagebuch

Ich nutze Simracing als Mental Performance Lab: ein Ort, an dem Lernen, Druck, Körperzustand und Fokus sofort sichtbar werden. Die Frage ist nicht nur, wie schnell eine Runde ist, sondern wie ich unter echten Rennbedingungen immer wieder zurück in eine gute Handlung komme.

Fokussierter Fahrer in einem Simracing-Cockpit

Kurz: In Spa ging es innerhalb weniger Tage von einer ersten Orientierung bei 2:28.8 zu einer offiziellen Rennbestzeit von 2:21.543. Das ist der aktuelle Kern dieses Tagebuchs: nicht nur schneller werden, sondern verstehen, wodurch Lernen unter Druck wirklich funktioniert.

Mich interessiert beim Simracing nicht nur das Endresultat. Mich interessiert, was im Kopf und im Körper passiert, wenn ein Fehler kommt, wenn ein Rennen früh kaputt wirkt oder wenn ich an einem Tag nicht ganz fit bin. Das Feedback kommt sofort: Rundenzeit, Rating, Safety Rating, Rennverlauf, Körpergefühl. Genau deshalb ist es ein starkes Übungsfeld.

Wenn du die Zahlen genauer sehen willst: Die detaillierten Renndaten stehen auf einer eigenen Seite mit offiziellen Race-Links, Rundenzeiten, Rating-Entwicklung und den wichtigsten Learnings pro Rennen.

Detaillierte Renndaten öffnen

Was ich bisher gelernt habe

Das ist der eigentliche Kern. Jede Erkenntnis steht kurz da. Wer tiefer rein will, klappt die Details auf.

Ich lese die Daten als Trainingsspuren: Zeiten, Rating, Safety, Rennverlauf und Körpergefühl. Entscheidend ist nicht eine einzelne Zahl, sondern das Muster, das über mehrere Rennen sichtbar wird.

1. Konstanz macht Pace erst wertvoll

Eine schnelle Runde ist gut. Im Rennen zählt aber, ob ich diese Pace nutzen kann, ohne mich durch Dreher, Frust oder schlechte Entscheidungen wieder selbst rauszunehmen.

Tiefer
Was sichtbar wird

In Barcelona landeten mehrere Fahrer mit schnellerer Einzelrunde hinter mir. In Spa sieht man die nächste Stufe: Am 28.06. fuhr ich 2:21.543, hatte keine Dreher mehr und holte +15 Grid Rating sowie +0.42 Safety Rating. Gleichzeitig zeigt der Vergleich mit P10: Eine leicht schnellere Bestlap reicht nicht automatisch, wenn Track Position, Qualifying und Rennablauf noch nicht sauber genug sind. Genau dort liegt der nächste Entwicklungsschritt.

Meine Sicht

Ich will schneller werden, aber ich will die Geschwindigkeit auch ins Ziel bringen. Das beste Rennen entsteht für mich nicht aus einer einzelnen perfekten Runde, sondern aus vielen guten Entscheidungen hintereinander.

Pace wird erst durch Stabilität brauchbar

Die Grafik zeigt keine exakte Messung, sondern die wichtigste Richtung: Ich will nicht nur einzelne schnelle Runden finden, sondern sie unter Druck wiederholen können.

starkes Rennpaket Pace über eine Runde Konstanz über das Rennen noch langsam schnell instabil stabil Spa 28.06. 2:21.543, keine Dreher Spa P8 Bestzeit nach Schaden Paul Ricard P8 Rückweg nach P16 Barcelona P9 Spa Fuel-DNF Pace da, Routine fehlt Boxenstart

Der Sprung am 28.06. ist deshalb wichtig: Die Pace wurde schneller und gleichzeitig stabiler. Keine Dreher mehr in der Problemzone ist für die Entwicklung wertvoller als eine wilde Einzelrunde.

2. Lernen heisst: beobachten, prüfen, testen

Ich lerne schneller, wenn ich drei Dinge verbinde: gut genug erholt reingehen, bessere Fahrer beobachten und meine eigenen Wahrnehmungen konkret testen.

Tiefer
Was sichtbar wird

Auf Spa wurde der Lernprozess besonders sichtbar. Zuerst stand eine Orientierung bei 2:28.8, dann eine gültige 2:26.1, später 2:24.6, danach 2:23.994 im Rennen und am 28.06. eine offizielle 2:21.543. Der Sprung kam nicht einfach durch mehr Pushen. Ein konkreter Hebel war die Beobachtung, dass das Auto in bestimmten Kurven instabil wurde. Die Hypothese: Runterschalten mitten in der Kurve bringt Unruhe ins Heck. Danach wurde der Schaltzeitpunkt verändert, und im nächsten Rennen waren die Dreher in dieser Zone weg.

Meine Sicht

Ich schaue mir Linien und Bremspunkte ab, aber ich brauche danach mein eigenes Gefühl im Auto. Wenn ich etwas bemerke, etwa Instabilität beim Runterschalten, prüfe ich es und teste eine konkrete Änderung. Genau dieser Kreislauf bringt mich weiter: beobachten, nachfragen, ausprobieren, wieder messen.

3. Nach Rückschlägen den Fokus wechseln

Wenn ein Rennen früh kaputt wirkt, kommt kurz der Impuls: aufgeben, ärgern, innerlich aussteigen. Genau dort wird es interessant. Ich nehme den Impuls wahr und stelle die Aufgabe um: weiter trainieren, sauber fahren, die nächste Kurve lösen.

Tiefer
Was sichtbar wird

Das Muster ist inzwischen klar: Fremdkontakt, Schaden, Fuel-Fehler oder Boxenstart müssen nicht das Ende des Lernwerts sein. In Spa kam nach massivem Schaden trotzdem eine 2:23.994. Am 28.06. wurde das Qualifying gestört und der Start war wieder unruhig, trotzdem blieb das Rennen verwertbar: P11 von 25, 2:21.543, +15 Grid Rating, +0.42 Safety Rating. Der Fortschritt liegt im Wechsel der Frage: nicht "Wie rette ich jetzt noch das perfekte Ergebnis?", sondern "Was kann ich ab jetzt noch trainieren?"

Meine Sicht

Ich weiss vorher schon, dass unklare oder ungerechte Situationen etwas in mir auslösen. Deshalb geht es nicht darum, gar nichts zu spüren. Ich spüre es, beobachte es und greife dann wieder an. Das Ziel liegt nicht vollständig in meiner Kontrolle. Meine nächste saubere Handlung schon.

4. Der Körper fährt den Auftrag, den ich ihm gebe

Wenn der Kopf nur Gefahr meldet, wird der Körper eng. Wenn der Auftrag klar ist, wird die Bewegung ruhiger: Blick, Bremspunkt, Linie, nächste Kurve.

Tiefer: das Werkzeug dahinter

Wenn etwas schiefgeht, formuliert der Kopf oft einen Verhinderungsauftrag: „Jetzt bloss nicht wieder drehen." Die Aufmerksamkeit klebt dann am Fehler. Besser wirkt ein Bewegungsauftrag: früher schalten, Bremse ruhiger lösen, Blick zum Kurvenausgang, sauber rausbeschleunigen.

Typischer KopfauftragBesserer Auftrag
Ich darf jetzt keinen Fehler machen.Ausatmen. Blick zur nächsten Kurve. Eine saubere Linie.
Dieses Projekt darf nicht scheitern.Diese Woche bringe ich einen sichtbaren Fortschritt.
Ich darf mich hier nicht wieder drehen.Schalten vor dem Einlenken. Bremse ruhig lösen. Kurvenausgang sehen.

5. Readiness verschiebt mein Limit

Wenn ich erholt bin, kann ich näher ans Limit. Wenn der Körper belastet ist, brauche ich eine andere Strategie: weniger erzwingen, mehr stabilisieren, trotzdem verwertbare Runden sammeln.

Tiefer
Was sichtbar wird

Die bisher stärksten Entwicklungstage passen häufig zu mehr verfügbarer Kapazität. Am 21.06. kamen gute Vitalwerte mit dem grössten Rating-Sprung zusammen. Die 2:23.994 in Spa kam nach einem bewussten Mittagsschlaf. Am 28.06. war der Morgen durch Bauchschmerzen, Hitze und Darmbelastung geprägt; nach Powernaps und besserem Gefühl am Abend kam trotzdem die 2:21.543. Für mich ist daraus die klare Arbeitsregel entstanden: Körperzustand ernst nehmen, aber nicht als Ausrede benutzen. Er entscheidet mit, welche Strategie an diesem Tag sinnvoll ist.

Meine Sicht

Wenn ich richtig fit bin, kann ich mehr riskieren und schneller lernen. Wenn ich nicht ganz frei bin, brauche ich mehr Geduld. Dann ist das Ziel nicht, mit Gewalt eine Bestzeit zu erzwingen, sondern stabil genug zu fahren, damit überhaupt ein guter Lernprozess entsteht.

6. Wettkampf bleibt Trainingszeit

Ich will gute Ergebnisse. Aber der direkte Weg dorthin ist nicht, das Ergebnis zu kontrollieren. Der direkte Weg ist, jede Rennsituation als Trainingsfeld zu nutzen.

Tiefer
Was sichtbar wird

Im Rennen liegt nie alles im eigenen Einflussbereich. Jemand kann mich abschiessen, ich kann aus der Box starten müssen, ein Setup kann nicht passen. Was bleibt, ist der Trainingsauftrag: Linie verbessern, Bremspunkt prüfen, sauber hinter schnelleren Fahrern mitgehen, Fehlerstelle isolieren, bis zum Ende weiterfahren. Genau so entsteht am Ende oft trotzdem das bestmögliche Ergebnis aus der Situation.

Meine Sicht

Wenn ich abgeschossen werde, ist das Rennen nicht automatisch wertlos. Wenn ich überrundet werde, kann ich die Linie der Schnelleren lesen. Wenn ich kein Topresultat mehr holen kann, kann ich trotzdem die Strecke besser lernen. Das gilt genauso im Sport: Auch ein Fussballspiel, das du nicht mehr gewinnst, bleibt Trainingszeit für Pässe, Zweikämpfe, Abschlüsse und Entscheidungen.

Aktuelle Entwicklung: Spa als Lernkurve

Die stärkste Entwicklung sieht man im Moment auf Spa. Innerhalb weniger Tage wurde aus einer ersten Orientierung eine echte Rennpace. Das Spannende ist nicht nur der Peak von 2:21.543, sondern der Weg dorthin: Video schauen, selbst fühlen, Fehlerstelle erkennen, Schaltverhalten ändern, stabiler fahren.

2:28.8 → 2:21.543von Orientierung zu offizieller Rennbestzeit
4.557 sschneller als die erste gültige Spa-Zeit
P11 / 2528.06., trotz Kontakt im Qualifying und Start
2'066aktuelles EVO Grid Rating nach dem 28.06.
DatumMarkerZeitWas daran zählt
23.06.erste Orientierung2:28.8noch nicht sauber, aber der Startpunkt
23.06.erste gültige Referenz2:26.1ab hier messbarer Fortschritt
23.06.Training2:24.6Linie und Bremspunkte greifen besser
25.06.offizielle Rennbestzeit2:23.994Bestzeit nach Schaden und Reparatur
28.06.offizielle Rennbestzeit2:21.543neue Pace-Zone, keine Dreher mehr
28.06.Training nach dem Rennen2:21.9Bestätigung, dass es kein einzelner Ausreisser war

Die ersten ACC-Rennen über Low Fuel Motorsport stehen weiter unten im Wochenverlauf. Sie zeigen den Startpunkt: tiefes Rating, erste Top-10-Ergebnisse und die ersten Belege dafür, dass Konstanz auch ohne Toppace Resultate bringen kann.

EVO-Rating: Fortschritt wird auch in den Zahlen sichtbar

Die Zeiten erzählen nur einen Teil der Entwicklung. Bei Assetto Corsa EVO läuft gleichzeitig mit, ob ich im Feld sauberer und stabiler werde. Der Verlauf ist nicht linear, aber der aktuelle Stand ist klar stärker als die chaotische Einstiegsphase.

1'940 → 2'066Grid Rating von 19.06. bis 28.06.
+140grösster Sprung am 21.06. in Suzuka
+15Grid Rating am 28.06. in Spa
+0.42Safety Rating am 28.06.
EVO Rating-Verlauf Grid Rating Safety 2100 2000 1900 Grid Rating 1'960 1'940 2'082 2'082 2'066 3.0 1.5 0.0 Safety-Marker 1.48 0.65 2.50 +0.42 Delta 18.06. 19.06. 21.06. GT3 21.06. GT2 28.06.
DatumMarkerGridSafetyWas daran zählt
18.06.erster EVO-Einstieg1'960nicht sauber dokumentiertStartpunkt der EVO-Ratingkurve
19.06.Suzuka GT31'9401.48erster stabilerer EVO-Marker nach dem chaotischen Einstieg
21.06.Suzuka GT32'0820.65starker Ratingsprung von +140 gegen ein gutes Feld
21.06.Imola GT22'0822.50kleiner Grid-Gewinn, aber deutlich saubererer Safety-Marker
28.06.Spa Daily Race2'066+0.42neue Pace-Zone, keine Dreher mehr, Grid wieder positiv

Die rote Linie zeigt das Grid Rating. Die blaue Linie zeigt absolute Safety-Marker, soweit sie sauber dokumentiert sind. Am 28.06. ist beim Safety-Wert nur das Delta +0.42 belastbar erfasst, deshalb steht dieser Punkt als Delta-Marker in der Grafik. Interessant wird es dort, wo Zeiten, Rennverlauf, Safety und Körperzustand zusammenpassen. Genau deshalb stehen die vollständigen Race-Details separat bei den Renndaten.

Die Wochen im Einzelnen

Neueste Woche zuoberst. Klapp eine Woche auf, um die Rennen zu sehen. Ruhige Wochen halte ich kurz.

Woche 5 · EVO, Spa (25. bis 28.06.)2:21.543, stabiler

Spa wurde in dieser Woche zum besten Beispiel für messbare Entwicklung. Am Anfang standen Fuel-Fehler, Schaden, Boxenstart und Dreher. Am Ende stand eine 2:21.543 im Rennen, keine Dreher mehr in der Problemzone und ein klarerer technischer Fokus.

Readiness-Barometer

Schlaf/Erholunggemischt
Nervensystembelastet
Energiesteigend
KörperBauch/Hitze

Die Woche war nicht voll frei: Bauch, Hitze, Stress und Müdigkeit waren spürbar. Powernaps und bessere Vorbereitung halfen, trotzdem mit hoher Qualität zu fahren.

DatumRennenErgebnisWas dahintersteckt
25.06.Spa GT3 Sprint CupP8 / 16Aus P6 gut gestartet, kurz Richtung P4, dann Schaden, Reparatur ca. 2.5 Min., zurück ans Ende. Trotzdem neue offizielle Bestzeit: 2:23.994.
25.06.Spa Daily RaceP22 / DNFKein reiner Leistungsabfall: Bis Richtung Top 10 gearbeitet, dann in der letzten Runde ohne Fuel stehen geblieben. Daraus entstand der neue Pflichtcheck vor jedem Daily Race.
26.06.Spa Daily RaceP16 / 23Beim Versuch, den Fuel noch zu korrigieren, den Start verpasst und aus der Box los. Danach allein gefahren, zwei Dreher, keine offizielle gültige Bestlap. Prozessfehler, nicht einfach ein schlechtes Rennen.
27.06.Spa Daily RaceP11 / 23Starke erste Runde, zwischenzeitlich weit vorne, dann wiederkehrende Dreher in derselben Zone. Die Fehlerstelle wurde dadurch klar.
28.06.Spa Daily RaceP11 / 25Nach Fremdkontakt im Qualifying und am Start keine Dreher mehr, offizielle Bestlap 2:21.543, +15 Grid Rating, +0.42 Safety Rating.

Der wichtigste Fortschritt war nicht nur die neue Bestzeit. Am 27.06. war die Fehlerstelle klar: Instabilität in bestimmten Kurven, vermutlich verstärkt durch Runterschalten unter Last. Am 28.06. war genau dort kein Dreher mehr dabei. Das ist Lernen, das im Rennen sichtbar wird.

Woche 4 · Umstieg auf Assetto Corsa EVO (18. bis 21.06.)Neustart, +140

Seit dem 18.06. fahre ich vor allem Assetto Corsa EVO. Neue Strecken, neue Autos, eigenes Rating, also wieder von vorne. Der Einstieg war chaotisch, danach kam ein klarer Schritt nach oben.

Readiness-Barometer

Schlaf/Erholunggut
Nervensystemstabil
Energiehoch
Körperbereit

Die hohe Motivation in EVO und gute Vitalwerte fielen mit schnellem Lernen zusammen. Der grosse Sprung kam aber nicht ohne Fehler, sondern durch viele Wiederholungen.

DatumRennenErgebnisRating
18.06.Suzuka, GT3 (erstes EVO-Rennen)P9 / 111960
19.06.Suzuka, GT3P8 / 15+9
21.06.Suzuka, GT3 (Porsche)P10 / 16+140
21.06.Imola, GT2 (erstes Mercedes-Rennen)P8 / 15+2

Das erste Rennen war eine Fehlerkaskade: Ich habe den Start verpasst, weil ich kurz das Fenster schliessen wollte, danach Schaden und Strafe. Lehrreich war, dass emotional ruhig bleiben noch nicht reicht. Der nächste praktische Schritt muss ebenfalls sauber sitzen. Auf Suzuka verbesserte ich meine Zeit Schritt für Schritt von 2:10.8 auf 2:08.2, und das GT3-Rennen am 21.06. brachte mit +140 den grössten Ratingsprung.

Woche 3 · Paul Ricard (16. bis 17.06.)P8, best of the week

Im Regen auf Paul Ricard kam mein bis dahin bestes Liga-Rennen: P8 von 18, fünf Plätze gutgemacht, Rating +22 auf 1144, von Low Fuel Motorsport als „best of the week" markiert. Nach einem schwachen Start war ich bis auf Rang 16 zurückgefallen und habe mich Stück für Stück zurückgearbeitet.

Readiness-Barometer

Schlaf/Erholungsolide
Nervensystemruhig
Energiegenug
Körperstabil

Nicht die perfekte Woche, aber genug Ruhe für ein gutes Rennen. Der entscheidende Faktor war, nach dem Rückfall wieder in den Ablauf zu kommen.

Am selben Tag fuhr ich im Training erstmals unter zwei Minuten (1:58.3). Das Rennen am 17.06. lief dann schlecht: schon im Qualifying abgeschossen, danach ein Start aus der Box. Solche Tage gehören dazu.

Woche 2 · Barcelona Sprint (10. bis 13.06.)Tiefpunkt, dann Wende

Vier Sprint-Rennen auf dem Circuit de Catalunya, dazu ein Regenrennen. Hier lag der ELO-Tiefpunkt, und hier kam die Wende.

Readiness-Barometer

Schlaf/Erholunggemischt
Nervensystemgereizt
Energiemittel
Körperok

In dieser Woche war vieles noch roh: neues Lenkrad, viel Lernen, wechselnder Fokus. Die Kurve nach oben kam nicht über Perfektion, sondern über Dranbleiben.

DatumErgebnisRennbestzeitRating
10.06.P131:48.755−12
11.06.P161:50.910−21
12.06.P14 (erstes Moza-Rennen, Schaden)1:49.757−11
13.06.P9 (bestes Ergebnis)1:48.252+13
13.06.P19 (Regen, 29 Incidents)1:58.022−22

Das P9-Rennen war der erste Lauf, in dem mein Rating wieder nach oben ging. Dabei habe ich sechs höher eingestufte Fahrer hinter mir gelassen. Das Regenrennen am selben Tag ist das ehrliche Gegenbeispiel: nach einer unfairen Aktion liess der Fokus nach.

Woche 1 · Der Anfang (Anfang Juni)ganz unten gestartet

Meine erste Strecke war Valencia, der Circuit Ricardo Tormo, danach Barcelona. Meine erste Runde dort lag bei rund 1:55, schnelle Referenzfahrer sind etwa 1:42 unterwegs. In den ersten Liga-Rennen wurde ich teilweise komplett überrundet, und mein ELO fiel mit mehreren schwierigen Rennen bis auf 1153. Das war mein Ausgangspunkt, und genau den wollte ich festhalten.

Readiness-Barometer

Schlaf/Erholungnormal
Nervensystemviel Input
Energieneugierig
Körperanpassend

Der Körper und Kopf mussten zuerst überhaupt verstehen, was dieses System verlangt. Die ersten Rennen waren deshalb mehr Standortbestimmung als Leistungsbeweis.

Schon hier zeigte sich mein Blickwinkel für schlechte Tage: Ich nehme das tiefere Niveau als neue Baseline und steigere mich von dort wieder, statt mich mit meinem Bestwert zu vergleichen.

Was ich bis hierher mitnehme

Der aktuelle Fokus liegt auf Assetto Corsa EVO und besonders auf Spa. Dort wird die Lernkurve konkret: von 2:28.8 Orientierung zu 2:21.543 im Rennen, dazu mehr Stabilität in einer vorher problematischen Kurvenzone. Ich bin noch klar hinter der Spitze, aber die Entwicklung ist messbar.

Die wichtigste Erkenntnis bleibt: Das beste Ergebnis entsteht nicht, wenn ich nur das Ergebnis erzwingen will. Es entsteht, wenn ich meinen Einflussbereich sauber nutze: vorbereiten, beobachten, anpassen, nach Rückschlägen neu ansetzen und bis zum Schluss weiter trainieren.

RenndatenSpa-Entwicklung, EVO-Rennen und frühere LFM-Rennen im Detail MethodeDie RFA-Methode: Realitätscheck, Fühlen, Ausrichtung GesundheitWarum ich auch Nervensystem und Erholung beobachte VertiefungAcademy Space für den Transfer in den Alltag

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